Corona-Virus im Büro, aber: Keine Panik!

March 10, 2020 Geoffroy De Lestrange

Der Krankheitserreger aus Fernost ist endgültig in Deutschland angekommen. Doch viel mehr als die Angst vor der Lungenkrankheit herrscht eine Angst vor dem Ausbruch einer Panik vor. Natürlich ist es ratsam, Vorsicht walten zu lassen und sich schon heute mit den grundlegenden Fragen rund um den Erreger zu beschäftigen: Wie können Unternehmen am besten reagieren, um Schwierigkeiten zu entgehen?

Das Corona-Virus lässt nicht mehr nur die Wirtschaft stagnieren, sondern macht sich derweil auch im deutschen Alltag bemerkbar. Hamsterkäufe und ausfallende Belegschaften, sowie eine steigende Anzahl vom Home Office-Einsätzen machen sich mittlerweile auch am DAX bemerkbar. Die psychologische Wahrnehmung wiegt hier jedoch schwerer als die tatsächlichen Folgen. Dennoch sind viele Menschen verunsichert und natürlich ist es nicht verkehrt erste Vorkehrungen zu treffen. Gegenwärtig richtet auch die Bundesregierung einen Krisenstab ein, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Doch wie können Firmen und Organisationen sich wappnen, um beispielsweise Ausfälle im Personal oder der Produktion kompensieren zu können?

Die Lufthansa hat zum Beispiel ein Programm zur Kostensenkung gestartet und alle Flugverbindungen ins Reich der Mitte fürs Erste gecancelt. Das Beispiel ist bezeichnend, denn besonders der Tourismus ist sehr stark von der Krankheit betroffen, erste Reiseanbieter melden bereits Insolvenz an. Auch die weltgrößte Tourismusmesse ITB, die Anfang März abgehalten werden sollte, wurde abgesagt und weitere Events wie der Genfer Automobilsalon oder die Leipziger Buchmesse. Vor allem Aussteller aus dem asiatischen Raum sagen ihre Teilnahme an vielen Veranstaltungen ab, zudem sehen sie sich teilweise auch Vorurteilen und Diskriminierungen ausgesetzt.

Besonders die HR steht in der Pflicht Präventivmaßnahmen zu kommunizieren. Diese Vorgehensweise sollte jedoch sachlich erfolgen, damit keine Verunsicherung innerhalb des Betriebes aufkommt und das Gegenteil bewirkt – nämlich die Leute hysterisch zu machen. Ein erster Schritt wäre es jedoch, Notfallpläne im Falle von krankheitsbedingten Personalengpässen aufzustellen und einen Verteilerschlüssel zu bilden. Dieser Schlüssel sollte klären, welche Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen als besonders unabkömmlich gelten und nicht ins Home-Office geschickt werden können. Hier zählen aber nicht nur die Position und Skills, sondern auch soziale Aspekte und Erkrankungswahrscheinlichkeiten. Zum Beispiel müsste geprüft werden, wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist oder schulpflichtige Kinder zu versorgen hat. Dazu gehören auch verschärfte Vertretungsregelungen für wichtige Positionen und für den Fall der Fälle die Einarbeitung verschiedener Kollegen als temporäre interne Vertretung. Dasselbe gilt auch für Produktionsketten und innerbetriebliche Abläufe, die nicht unterbrochen werden dürfen wie beispielsweise Kundenbelieferung oder IT. Daraus ableitend kann man Prioritäten für einen tatsächlichen Ernstfall ableiten. Gleichzeitig muss man präventiv gegen mögliche Ansteckungen vorgehen, indem die Gefahr einer Ausbreitung reduziert wird durch gestaffelte Schichtregelung oder Telearbeitsplätze – ferner kann man Dienstreisen mit Hilfe von Videokonferenzen vermeiden.

Doch die wichtigste Botschaft sollte lauten: Keine Panik und hören Sie auf die Anweisungen der Gesundheitsbehörde.

Über den Autor

Geoffroy De Lestrange

Product Marketing & Communication Director EMEA at Cornerstone OnDemand

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